DTI 1.2: Externe Templates, granulare Zugriffsrechte und produktive Mehrfach-Connectoren

Version 1.2 der Neoception® Digital Twin Infrastructure bringt vier zentrale Neuerungen: externe Submodel-Template-Repositories, vollwertiges Role-Based Access Control, erweitertes Filtern beim Datenmapping und Multi-Connector als produktive Kernfunktion. Wir stellen die Highlights im Detail vor.

Version 1.2 der Neoception® Digital Twin Infrastructure (DTI) bringt gegenüber Version 1.1 vier zentrale Neuerungen: die Anbindung externer Submodel-Template-Repositories, ein vollwertiges Role-Based Access Control (RBAC), erweitertes Filtern beim Datenmapping und Multi-Connector als produktive Kernfunktion.

Externe Submodel-Template-Repositories anbinden

Standardisierte Submodel-Templates sind die Grundlage jedes Digitalen Zwillings nach dem Asset-Administration-Shell-Standard. Bisher mussten diese Templates manuell importiert werden. Mit DTI 1.2 lassen sich externe Submodel-Template-Repositories direkt in den Einstellungen anbinden.

Das spart Zeit beim Anlegen neuer Submodels. Vor allem aber bleiben Kunden automatisch auf dem aktuellen Stand dessen, was diese Repositories anbieten, ohne jede Aktualisierung von Hand nachziehen zu müssen.

Das ist besonders mit Blick auf die IDTA (Industrial Digital Twin Association) relevant, die die AAS-Submodel-Templates veröffentlicht. Eines unserer Leistungsversprechen ist: Was neu aus dem Standard kommt, machen wir auch in DTI verfügbar.

Ein konfiguriertes IDTA-Repository direkt in DTI: Templates lassen sich durchsuchen und mit einem Klick herunterladen.

Role-Based Access Control (RBAC)

Nicht jede Information eines Digitalen Zwillings ist für jeden bestimmt. Mit DTI 1.2 erhalten unsere Kunden volle Kontrolle darüber, wer welche Daten sehen darf.

Rollen lassen sich frei definieren, zum Beispiel für Servicetechniker, Vertriebspartner oder Endkunden. Jede Rolle bekommt ihre eigene Sicht auf denselben Digitalen Zwilling, bis hinunter zu einzelnen Eigenschaften einer AAS. Öffentliche und private Teile bestehen dabei nebeneinander: Eine anonyme Anfrage sieht nur die freigegebenen Inhalte, eine authentifizierte Anfrage zusätzlich das, was ihre Rolle erlaubt.

So lässt sich ein und derselbe Zwilling gleichzeitig extern zeigen und intern absichern, ohne zwei getrennte Datenmodelle pflegen zu müssen. One QR-Code, multiple views!

Derselbe Digitale Zwilling, zwei Sichten: Ein anonymer Zugriff sieht nur die freigegebenen Inhalte, eine authentifizierte Anfrage mit der Rolle „Technician“ zusätzlich die für diese Rolle freigegebenen Teile.

Advanced Filtering im Datenmapping

Das Datenmapping ist erfahrungsgemäß der Schritt, der beim Anbinden neuer Datenquellen den größten Aufwand verursacht. Genau hier setzt das erweiterte Filtern bei der Datenpunkt-Auswahl im Data Rule Mapping an.

Statt sich durch lange, unstrukturierte Listen von Datenpunkten zu arbeiten, lässt sich die Auswahl gezielt eingrenzen. Das macht das Mapping übersichtlicher und spürbar schneller, gerade bei umfangreichen oder komplexen Datenquellen.

Im Data Rule Mapping steht neben „All“ und „Type“ jetzt die Ansicht „Advanced“ zur Verfügung, um Datenpunkte gezielt einzugrenzen.

Multi-Connector

Mit DTI 1.2 wird Multi-Connector zu einer produktiven Kernfunktion der Plattform. Mehrere Connectoren zu unterschiedlichen Quellsystemen lassen sich strukturiert gleichzeitig anbinden, jeder mit eigener Authentifizierung, und eine Quelle wird als Standardquelle festgelegt.

Der Effekt für den Digitalen Zwilling: Datenpunkte aus verschiedenen Quellsystemen, etwa ERP, PLM oder MES, stehen gemeinsam für das Datenmapping zur Verfügung und bleiben dabei nach Herkunft unterscheidbar. Für Unternehmen mit gewachsenen, heterogenen Systemlandschaften ist das ein wichtiger Schritt zu einer vollständigeren Datengrundlage, ohne sich auf eine einzige Datenquelle beschränken zu müssen.

Der Multi-Connector ist über eine dokumentierte REST-Schnittstelle konfigurierbar: jede Quelle mit eigener Authentifizierung (Basic oder OAuth2), eine davon als Standardquelle markiert. Die vollständige API-Dokumentation steht Ihrem Integrationsteam zur Verfügung.

Außerdem neu

Neben den vier großen Highlights bringt DTI 1.2 eine Reihe kleinerer, aber nützlicher Verbesserungen:

  • Reichhaltigeres Datenmodell aus dem Connector. Neben ID, Name und Typ liefert der Connector jetzt zusätzlich eine Beschreibung je Eigenschaft, mögliche Semantic IDs je Eigenschaft und mögliche Filterwerte. Passt eine Semantik bereits erkennbar zu einer anderen, wird sie beim Mapping weiter oben angezeigt. Das ist ein Hinweis auf einen möglichen Treffer, kein automatisches Mapping.
  • Dokumentation je Eigenschaft. Beschreibende Dokumentation lässt sich jetzt direkt über den Connector mitliefern.
  • Gepufferte Abfrage der Connector-Struktur. Die Struktur einer angebundenen Datenquelle muss nicht mehr bei jedem Zugriff neu abgefragt werden. Standardmäßig geschieht das einmal pro 24 Stunden, konfigurierbar oder abschaltbar. Das entlastet die angebundenen Quellsysteme spürbar.
  • Asset Kind pro Instanz konfigurierbar. Ob ein Asset als Instanz oder als Typ behandelt wird, lässt sich nun pro Instanz einstellen statt nur global. Das ist vor allem für typbasierte Anwendungsfälle relevant.

Verfügbarkeit

DTI 1.2 ist seit August 2026 verfügbar. Bestehende Kunden erhalten die Version automatisch über unser Rolling-Release-Modell, neue Kunden direkt mit ihrem ersten Deployment. Auch künftige Versions-Updates von DTI folgen diesem Prinzip: Sie müssen selbst nichts anstoßen, Ihre Instanz bleibt kontinuierlich auf dem neuesten Stand.

Fazit

DTI 1.2 macht die Neoception® Digital Twin Infrastructure an vier zentralen Stellen leistungsfähiger: bei der Anbindung an den AAS-Standard, bei der Absicherung von Inhalten, beim Datenmapping und bei der Integration mehrerer Datenquellen.

Sie möchten wissen, was DTI 1.2 für Ihre eigene Digital-Twin-Strategie bedeutet? Sprechen Sie mit unserem Team.

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Luca Schulte, Sales Consulant

Luca Schulte

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